• 21. Oktober 2021

Mach Deine Heizung fit für den Winter

Tobias

Tobias

schreibt Bau-Content
Entspannt durch den Winter, Foto: shutterstock_1847718076.jpg

Heizkörper entlüften und Thermostate modernisieren

Wie jedes technische Gerät braucht auch eine Heizung regelmäßige Wartung. Nur so ist gewährleistet, dass die Wärme nicht nur erzeugt, sondern auch gleichmäßig im ganzen Wohnbereich verteilt wird. Von Problemen wie Luft in den Heizkörpern hat wohl jeder schon einmal gehört. Wir zeigen in diesem Artikel, wie man seine Heizanlage winterfest macht. Die beiden größten Feinde jeder wasserbasierten Heizung sind Luftblasen im System oder Dinge, die die Wärmeabstrahlung behindern. Letzteres können zum Beispiel schlecht positionierte Möbel aber auch Staub sein. Im ersten Schritt sollten man daher prüfen, ob man nicht im Sommer vielleicht das Sofa zu nah an den Heizkörper gerückt oder sich in der stiefmütterlich behandelten Ecke hinter dem Schrank zu viel Staub auf den Radiator gesetzt hat. Grundsätzlich gilt nämlich: Je ungehinderter die Wärme die Raumluft erwärmen kann, umso effektiver (und damit sparsamer) wird geheizt.

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Foto: shutterstock_1491391343

Im Idealfall ist der Heizkörper komplett frei zugänglich. Wenn man ihn gut sehen kann, kann er auch effektiv heizen. In den meisten Räumen sind Radiatoren so montiert, dass das nicht allzu schwerfällt. Kommt man nicht umhin, ein Möbelstück oder Deko-Elemente direkt vor der Heizung zu positionieren, sollte man wenigstens den Abstand so groß wie möglich halten. Zumindest im Winter, wenn die Heizung viel läuft, sollte man diesen Kompromiss eingehen, um die Heizkosten nicht unnötig in die Höhe zu treiben. Das Thema Staub ist im wahrsten Sinne nicht nur oberflächlich gemeint. Mit speziellen Staubwedeln sollte man auch die Zwischenräume nicht vergessen.

Mit einem Schlitzschraubendreher oder einem speziellen Vierkant-Entlüftungsschlüssel. In wenigen Minuten lässt sich somit überflüssige Luft aus dem Radiator entfernen, Foto: shutterstock_1541811302

Etwas komplexer, aber ebenfalls kein Hexenwerk ist das richtige Entlüften der Heizung. Dazu verschafft man sich zunächst Zugang zu allen Heizkörpern des Hauses beziehungsweise der Wohnung. Nun dreht man das Thermostat voll auf – eine kleine Schüssel mit Lappen und den berühmten, viereckigen Entlüftungsschlüssel nicht vergessen. Mit dem Schlüssel öffnet man nun langsam und vorsichtig das Entlüftungsventil, das in der Regel auf der gegenüberliegenden Seite des Thermostats sitzt. Wenn es leicht zischt, ist es genug. Eventuell austretendes Wasser fängt man mit der Schüssel oder dem Lappen auf.Wenn das Zischen aufhört, ist der Heizkörper entlüftet und man kann das Ventil und danach das Thermostat wieder schließen. So arbeitet man sich Schritt für Schritt durch die eigenen vier Wände. Je nach verbauter Heizanlage kann es nach der Entlüftung notwendig sein, den Wasserdruck des Systems zu korrigieren.

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Durch die entwichene Luft kann dieser nämlich unter den Minimalwert fallen. Wo und wie bei der jeweils verbauten Heizung Wasser nachzufüllen ist, liest man am besten in der Anleitung nach. Wer keinen direkten Zugang zur Heizung hat, weil er beispielsweise in einem Mietshaus wohnt, sollte dennoch nicht auf das Entlüften verzichten. Es erspart einem schließlich auf Funktionsstörungen oder unliebsame Nebengeräusche (Gluckern).Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, kann seine herkömmlichen Hand-Thermostate auch gegen automatisch geregelte oder sogar per Smartphone-App gesteuerte tauschen. Erstere bieten die Möglichkeit, eine voreingestellte Temperatur präzise zu halten und erlauben das Programmieren von Heizplänen. Zum Beispiel wird die Wohnung eine halbe Stunde vor der Heimkehr automatisch auf den gewünschten Wert aufgeheizt. Nachts sinkt die Temperatur etwas, um morgens nach dem Aufstehen wieder im Wohlfühlbereich zu landen. Verlässt man das Haus oder die Wohnung, wird die Temperatur wieder gesenkt. Das funktioniert natürlich nur, wenn man selbst und gegebenenfalls der Partner oder die Partnerin täglich denselben Rhythmus hat. Vorteil: Es spart jede Menge Heizkosten.

Deutlich komfortabler sind per Smartphone steuerbare Thermostate. Auch hier lassen sich Zeitpläne erstellen. Allerdings kann die Temperatur auch bequem per Smartphone-App von überall gesteuert werden. Hat man also zum Beispiel mal früher Feierabend, schaltet man die Heizung von unterwegs aus ein und kann sich quasi ins gemachte Nest setzen. Besonders hochwertige Thermostate dieser Kategorie beziehen sogar die Wettervorhersage in ihre Steuerung ein. Gibt es also über Nacht einen Kälteeinbruch, wacht man morgens trotzdem bei seiner Lieblingstemperatur auf.

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