• 5. Januar 2022

Klopf, Klopf! Ich bin’s, der Specht!

Tobias

Tobias

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Spechte können an Häusern mit verputzter, außenliegender Isolierung große Schäden verursachen, Foto: shutterstock_1397228930

Großes Ärgernis: Spechtschäden an Fassaden

Wenn man so durch den Wald läuft und lauscht, hört man häufig das stakkatohafte Klopfen von Spechten, die eine Höhle in einen Baum hineinarbeiten. In vielen Regionen Deutschlands braucht man dafür noch nicht mal in Wälder zu gehen. Da trifft man die possierlichen Vögel auch in Garten an. Ärgerlich wird es dann, wenn der Specht sich gegen den Baum und für die neue Hausfassade entscheiden und dort Löcher hineinschlägt. Solche Spechtschäden sind teuer und müssen schnell beseitigt werden.

Spechte hacken Löcher in Fassaden, echt? Ja, aber nicht in alle. Verputztes Mauerwerk stellt eine unüberwindliche Hürde dar. Mit Styropor eingekleideten und verputzte Fassaden sind hingegen bei den Vögeln beliebt. Warum? Das Material hat eine ähnliche Konsistenz wie weißfaules Buchenholz, in dem sie in der Natur mit Vorliebe ihre Nester bauen. So kann es schnell passieren, dass an den unmöglichsten Stellen an der meist noch jungen Fassade bis zu faustgroße Löcher entstehen. Werden die so beschädigten Wände nicht umgehend repariert, nutzen andere Tiere wie Sperlinge aber auch Insekten die Öffnungen als neues Heim. Darüber hinaus dringt auch noch Feuchtigkeit ins Mauerwerk ein und Folgeschäden lassen nicht lange auf sich warten.

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Mögliche Gegenmaßnahmen

Was kann man also tun, um Spechte davon abzuhalten, sich an der Fassade zu vergreifen? Zum Beispiel können farbige Flatterbänder aufgehängt werden. Wichtig ist allerdings die Anordnung regelmäßig zu ändern. Denn sonst gewöhnt sich der Specht daran und die Wirkung ist verflogen. Schnüre oder Drähte sind ebenfalls eine Methode – allerdings aufwändig und die Optik des Hauses leitet ebenfalls massiv.

Was ebenfalls helfen kann, ist den Spechten Nisthilfen zur Verfügung zu stellen. Einige Tiere nehmen diese an, andere bevorzugen allerdings schlicht und einfach selbstgebaute Höhlen. Weitere Methoden, den geflügelten Rabauken loszuwerden sind lebensgroße Attrappen von natürlichen Specht-Feinden: Raben haben sich bewährt. In Kombination mit Lichtspielen – zum Beispiel Mini-Discokugeln, wie man sie als Deko verwenden kann oder anderen Licht-reflektierenden Systemen lassen sich gute Ergebnisse erzielen.

Übrigens: Viele Wohngebäudeversicherungen, die man als Häuslebauer oder Hausbesitzer abschließt, beinhalten eine Versicherung gegen Spechtschäden. Wer also betroffen ist, checkt am besten Mal seine Police!

Mehr Lesestoff zum Fassaden-schädigenden Specht gefällig?

Hier gibt’s ihn! 
Broschüre „Wer klopft denn da? Spechte als Fassadenhacker“ des LBV München (PDF)
Infoblatt „Spechtschäden an Gebäuden“ von BirdLife Österreich (PDF)

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#specht

#fassade

#spechtschäden

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